Rollentrainer » Vergleich & Testberichte

Rollentrainer und Trainingsrolle, respektive Freie Rolle, erfreuen sich gerade in den Wintermonaten oder bei schlechtem Wetter großer Beliebtheit unter Radsportlern. Mit dem eigenen Rad das ganze Jahr trainieren zu können, das ist nicht nur für Radprofis reizvoll. Waren in den Anfängen Rollentrainer noch unscheinbare, beinahe unansehnliche, Gestänge, können wir heute von Ingenieursleistung sprechen; die Trainingsgeräte ermöglichen heute weitaus mehr, als nur in die Pedale treten: Rollentrainer sind heute so konzipiert, dass sie das Fahren auf der Straße beinahe vollständig imitieren können. Darüber hinaus bieten Rollentrainer mit Ergometerfunktion oder mit entsprechender Software für virtuelle Trainings-Strecken vielseitige technische Raffinessen.

Wir wollen im folgenden Rollentrainer Test auf die wesentlichen Aspekte von heute gängigen Rollentrainern, Freien Rollen und Ergo- sowie Virtual Reality Trainern eingehen, um Ihnen bei einer eventuellen Kaufentscheidung zu Rate zu stehen. Nachstehend werden wir hierzu einige Trainingsgeräte namhafter Hersteller (Tacx, Elite, Kinetic und Blackburn) vorstellen.
Hier sei anzumerken, dass gerade Tacx ein sehr breites Spektrum an verschiedenen Rollentrainer-Systemen (Feste klassische Rollentrainer, Freie Rolle, Ergometer und Systemen mit Virtual Reality) anbietet; unser Rollentrainer Test 2017 möchte trotzdem - oder gerade deshalb - auch die Geräte anderer Hersteller berücksichtigen, um eine möglichst fundierte und stichhaltige Kaufempfehlung aussprechen zu können.

Sollten Sie keine weiteren Informationen zu Rollentrainern benötigen, können Sie auch direkt zu den Vergleichstabellen springen:

Vergleich "Feste (klassische) Rollentrainer"

Vergleichstabelle » Feste (klassische) Rollentrainer

Im Rollentrainer Test: Hier wurden die sieben Rollentrainer Tacx Blue Motion T2600, Tacx Booster T2500, Tacx Blue Matic T2560, Elite Qubo Power Fluid, Elite Novo Force, KINETIC Rock And Roll T-2300 und Blackburn Tech Mag 6 in den Rollentrainer Test bzw. Vergleich einbezogen.

Der Vergleich der genannten Geräte fand anhand folgender produktspezifischer Eigenschaften statt: verwendetes Bremssystem, Anzahl der Bremswiderstände, maximaler Bremswiderstand, Vorhandensein einer Lenkerbedienung, kompatible Raddurchmesser, Produktgewicht, Besonderheiten (Features,) und etwaiger Preis.

Vergleich "Freie Rolle"

Vergleichstabelle » Freie Rolle

Im Freie Rolle Test: Hier wurden die sieben freien Rollen Tacx Antares T1000, Tacx Galaxia T1100, Elite V-Arion, Elite Arion Mag, Elite E-Motion, Elite Arion AL 13 und KINETIC Z-Rollers T-2600 in den Rollentrainer Test bzw. Vergleich einbezogen.

Der Vergleich der genannten Geräte fand anhand folgender produktspezifischer Eigenschaften statt: Rollenform, verwendetes Bremssystem, Anzahl der Bremswiderstände, maximaler Bremswiderstand, Produktgewicht, Längenklappmaß, Besonderheiten (Features) und etwaiger Preis.

Vergleich "Rollentrainer mit Ergometerfunktion und Virtual Reality Rollentrainer"

Vergleichstabelle » Ergotrainer und Virtual Reality Trainer

Im Ergometer- und VR-Rollentrainer Test: Hier wurden die acht Ergotrainer Tacx Genius Smart T2080, Tacx Bushido Smart T2780, Tacx Vortex Smart T2180, Tacx Satori Smart T2400, Tacx Flow T2200, Elite Qubo Digital Smart B+, Elite Qubo Power Smart B+, Elite Qubo Digital und die fünf Virtual Reality Trainer Tacx i-Genius Multiplayer Smart T2010, Tacx IRONMAN Smart T2060, Elite REALAXIOM B+, Elite REALTOUR B+, BKOOL Pro in den Rollentrainer Test bzw. Vergleich einbezogen.

Der Vergleich der Ergotrainer fand anhand folgender produktspezifischer Eigenschaften statt: verwendetes Bremssystem, Bremswiderstände, maximaler Bremswiderstand, Ergometer / Lenkercomputer, Umsetzung der Ergometerfunktionen, verf├╝gbare Herstellersoftware, einsetzbare Software von Drittanbietern, Besonderheiten, kompatible Raddurchmesser, Produktgewicht und etwaiger Preis.

Der Vergleich der Virtual-Reality-Rollentrainer fand anhand dieser produktspezifischer Eigenschaften statt: verwendetes Bremssystem, Bremswiderstände, maximaler Bremswiderstand, Bedienteil / Lenkercomputer, Umsetzung der Virtual-Reality-Funktionen, verf├╝gbare Herstellersoftware, einsetzbare Software von Drittanbietern, Besonderheiten, kompatible Raddurchmesser, Produktgewicht und etwaiger Preis.

Inhaltsverzeichnis

Rollentrainer Test » Das Wichtigste auf einen Blick

Rollentrainer von Tacx » Hinterrad-Arretierung
Vergleichstabelle » Tacx Booster T2500

Ein Rollentrainer im klassischen Sinne ist ein Trainingsgerät, in welches ein Fahrrad - meist das eigene Rennrad - mit dem Hinterrad eingespannt, respektive arretiert, werden kann. Das Vorderrad steht dabei meist frei auf dem Boden. Um eine bessere Stabilität des Fahrrads zu gewährleisten, kann das Vorderrad auf eine Vorderradstütze (Lifter), in Form eines Gelblocks oder Justierungs-Scheiben, gestellt werden. Ist das Fahrrad im Trainingsgerät arretiert, kann pedaliert werden. Das Fahrrad an sich ruht dabei, das Hinterrad dreht gegen den Widerstand an der Arretierung. Über einen Bowdenzug, der am Lenker befestigt werden kann, oder an der Arretierung selbst, kann der Widerstand mechanisch eingestellt werden.
Alle weiteren Rollentrainer-Systeme werden wir Ihnen im Abschnitt Rollentrainer Test » Arten von Rollentrainern näher beschreiben.

Rollentrainer Test » Für wen empfiehlt sich das Training mit einem Rollentrainer

Rollentrainer von Tacx » Widerstand regulieren
Vergleichstabelle » Tacx Booster T2500

Rollentrainer (freilich auch Freie Rollen) eignen sich prinzipiell für Radsportler, die ihre Ausdauer und ihre Technik auch dann trainieren wollen, wenn Tageszeit, Wetter oder andere Umstände ein Outdoor-Training nicht zulassen bzw. wenn spontan und ohne großen Aufwand trainiert werden soll.

Wer zudem Wert darauf legt, dass das Trainingsgerät nicht allzu viel Platz in Anspruch nimmt - wie es bei herkömmlichen Fahrradergometern der Fall ist - und darüber hinaus auch für einen relativ erschwinglichen Preis zu erwerben ist, ist mit den hier vorgestellten Geräten gut beraten.

Wir haben darauf geachtet, dass bei unserer Auswahl für jeden Geldbeutel mindestens ein Trainingsgerät (klassischer Rollentrainer, Freie Rolle, Rollentrainer mit Ergometerfunktion, Rollentrainer mit "Virtual Reality"-Funktion) enthalten ist.

Rollentrainer Test » Arten von Rollentrainern


Feste (klassische) Rollentrainer
Klassischer Rollentrainer

Beim klassischen Rollentrainer wird das Hinterrad mittels Schnellspanner arretiert, also am Rollentrainer befestigt. Das Hinterrad des Fahrrades steht so permanent in Kontakt mit dem Widerstand des Rollentrainers. Der Widerstand ist seinerseits entweder nur magnetisch (ältere Modelle) oder zusätzlich mechanisch (neuere Modelle) einstellbar. Bei Rollentrainern, bei denen der Widerstand rein über Magneten einstellbar ist (sogn. Wirbelstrombremse), ist der Widerstand abhängig von der Kadenz (Trittfrequenz) - mit zunehmender Trittfrequenz wird der Widerstand größer. Einige Rollentrainer verwenden zudem oder ausschließlich sogenannte Fluid-Widerstandsysteme. Hier setzen die Hersteller auf spezielle Öle oder Flüssigsilikone, die je nach Trittfrequenz ihre Viskosität (Zähflüssigkeit) und somit auch den Widerstand verändern. Da gerade Flüssigsilikone thermostabil sind, behalten sie ihre Funktionalität bei Temperaturschwankungen in der Widerstandseinheit während des Trainings bei.
Es gibt zudem feste Rollentrainer, deren Rollen aus sogenanntem Elastogel (auch Hydrogel) bestehen. Hierbei handelt es sich um speziell gegossenes Polyurethan-Elastomer. Die spezifischen Eigenschaften dieses Materials versprechen eine bessere Haftung des Reifens. So können Reibungsverluste minimiert und eine bessere Performance erzielt werden. Ebenso haben diese Rollen eine längere Lebensdauer durch höhere Widerstandsfähigkeit - d.h. weniger Verschleiß und eine bessere Abriebbeständigkeit. Zudem geht von Elastomer-Rollen eine geringere Geräuschentwicklung aus.
Wichtig: Hängen Sie bei Elastogel-Rollen bitte die Bowdenzüge Ihrer Fahrradbremse aus! Durch ein aus Reflex verursachtes Bremsen kann die Elastogeleinheit Schaden nehmen.

Tipp 1: Das Hinterrad Ihres Fahrrades erreicht beim Training mit einem Rollentrainer eine hohe Geschwindigkeit. Achten Sie darauf, dass Kinder einen ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten.
Tipp 2: Das Gehäuse der Bremseinheit eines Rollentrainers kann nach langem Training mitunter sehr heiß werden. Berührend Sie die Bremse erst, wenn sie wieder abgekühlt ist.
Tipp 3: Wenn Sie den Rollentrainer nicht benutzen, lösen Sie die Arretierung zum Hinterreifen Ihres Fahrrads.

Zur Vergleichstabelle: FESTE (klassische) ROLLENTRAINER


Freie Rolle
Freie Rolle

Auf einer Freien Rolle steht das Fahrrad - wie der Name schon unschwer erkennen lässt - frei, also ohne Arretierung des Hinterrads. Während zwei Rollen das Hinterrad stabilisieren und die eigentliche Funktionalität einer Freien Rolle realisieren, bewegt sich das Vorderrad auf nur einer Rolle. Hier sei erwähnt, dass sich das Vorderrad mit drehen kann, weil die vordere Rolle über einen Antriebsriemen mit einer hinteren Rolle (der mittleren) verbunden ist. Alle drei Rollen laufen zumeist parabolisch in ihrer Mitte zusammen - sie verjüngen sich. So wird für eine bessere Stabilität gesorgt. Das eigentliche Stehenbleiben des Fahrrads wird über sogenannte Kreiselkräfte, die beim Fahren entstehen, ermöglicht. Ab ca. 20 km/h sind diese ausreichend groß, um das Fahrrad in einer aufrechten Position halten zu können.
Einige Freie Rollen ermöglichen über einen Bowdenzug, der am Fahrradlenker befestigt werden kann, das Einstellen des Widerstands an der hinteren Rolle. Bei fast allen Geräten fehlt dieses Feature jedoch; hier kann der Widerstand nicht während des Fahrens, sondern muss manuell über die Mechanik an den hinteren Rollen eingestellt werden.
Die Freie Rolle ist aufgrund der nicht vorhandenen zusätzlichen Stabilisierung durch eine Arretierung des Hinterrads nur bedingt für unerfahrene Radsportler geeignet. Da von allen Rollentrainern die Freie Rolle - gerade wegen der Fehlenden Arretierung - am besten das Fahren auf der Straße simuliert, können Geübte mit diesen Geräten besonders gut einen runden Tritt, Fahrtechnik, Gleichgewicht und Koordination trainieren.
Wichtig: Das Hinterrad Ihres Fahrrads sollte so auf der freien Rolle positioniert sein, dass es fest zwischen der hinteren und mittleren Rolle aufliegt. Das Vorderrad Ihres Fahrrads sollte so positioniert sein, dass dessen Achsenmittelpunkt etwas hinter der Achse der vorderen Rolle liegt.

Tipp 1: Wenn Sie losfahren, beginnen Sie langsam und versuchen erst einmal sich an das Fahren (wenn man hier schon davon sprechen kann) auf einer freien Rolle zu gewöhnen und Ihren "Tritt" zu finden - wechseln Sie hierzu bei zunehmender Sicherheit auch die Gänge.
Tipp 2: Richten Sie während des Fahrens (auf der freien Rolle) Ihren Blick auf einen gedachten fernen Punkt vor Ihnen und nicht auf die sich drehenden Rollen.
Tipp 3: Wenn Ihnen das Auf- und Absteigen schwer fällt, und Ihre Freie Rolle keine entsprechende Trittfläche für das Auf- und Absteigen hat, trainieren Sie neben etwas, was Ihnen das Auf- und Absteigen erleichtert - stabiles Podest, Kiste oder Hocker; auch ein Türstock kann hilfreich sein.
Tipp 4: Bremsen Sie nicht, wenn Sie absteigen wollen! Stellen Sie Ihre Füße auf das seitliche Gestänge bzw. die dafür vorgesehenen Trittflächen an der freien Rolle und lassen Sie Fahrrad und die Freie Rolle ausrollen.

Zur Vergleichstabelle: FREIE ROLLE


Rollentrainer mit Ergometerfunktion (auch "Ergotrainer")
Ergotrainer

Ein Ergotrainer ist dem klassischen (festen) Rollentrainer vom Aufbau sehr ähnlich. Auch hier wird das Hinterrad des Fahrrads mit dem Rollentrainer fest verbunden, wobei die Funktionsweise identisch ist. Die Besonderheit besteht in dem zusätzlichen Ergometer, welcher mit dem Rollentrainer kommuniziert und die Daten von diesem empfängt. Dieser wird am Fahrradlenker direkt im Sichtfeld des Sportlers angebracht, so dass die Daten direkt abgelesen werden können. Hierzu zählen unter anderem Geschwindigkeit, Wegstrecke, Watt, Trittfrequenz, Zeit und die verbleibende Wegstrecke. Je nach Hersteller und Zubehör unterscheiden sich diese natürlich im Umfang der Funktionen. So werden bei einigen Ergotrainern auch Höhen- und Steigungsunterschiede sowie die Herzfrequenz auf dem Ergometer angezeigt. Somit eignet sich ein Rollentrainer mit Ergometerfunktion vor allem für Personen, welche möglichst viele Informationen zu Ihren Trainingseinheiten erhalten bzw. durch Vergleich und Auswertung die Verbesserungen in Zahlen dargestellt bekommen wollen.
Beachte: Die Trainings-Tipps unter Feste (klassische) Rollentrainer gelten äquivalent für Ergotrainer.

Zur Vergleichstabelle: ROLLENTRAINER MIT ERGOMETERFUNKTION


Virtual Reality Trainer

Die Rollentrainer, welche auf Virtual Reality setzen, sollen dem Sportler das Gefühl geben, sich mitten in einer Fahrradtour zu befinden. Das Gerät besteht aus einem klassischen Rollentrainer, in dem das Fahrrad fest arretiert wird, je nach Hersteller gegebenenfalls einer Box, für die Verarbeitung der Daten, dem USB-Kabel zum Anschluss an den PC/Laptop, dem Bedienteil für die Streckenführung und den unterschiedlichen Trainings-DVDs mit den verschiedenen Strecken. Der Rollentrainer muss somit zwingend mit einem PC / Laptop (bzw. mit anderen unterstützten Gerätetypen) verbunden werden, damit man die Strecken auf dem Bildschirm verfolgen und mit dem Bedienteil die Einstellungen vornehmen kann. Die verschiedenen Hersteller setzen bei den Strecken sowohl auf mit 3D-Grafik modellierte Tourstrecken (Hinweis: Meist hohe Systemanforderungen an den PC oder Laptop), als auch auf abgefilmte Originalstrecken (eher niedrige PC-Systemvoraussetzungen), welche abgefahren werden können. Die streckenspezifischen Steigungen werden dann an den Rollentrainer weitergegeben und der Widerstand erhöht bzw. senkt sich. Bei Modellen, welche eine Internetfunktion aufweisen, können oftmals auch Touren mit anderen realen Personen gefahren werden oder auch andere optionale Web-Angebote genutzt werden (z.B. Google Maps). Die Virtual Reality Rollentrainer sind für Sportler geeignet, welche auch zu Hause möglichst reale Bedingungen haben und Radtouren auf verschiedenen Strecken absolvieren möchten.
Beachte: Die Trainings-Tipps unter Feste (klassische) Rollentrainer gelten äquivalent für VR-Trainer.

Zur Vergleichstabelle: VIRTUAL REALITY ROLLENTRAINER